Chronik - Judo-Wölfe am Ith e.V.

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Chronik

Wir über uns


Als wir im Mai 1969 die Sparte Judo gründeten, war der Sportverein Blau-Weiß im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont der Vorreiter in dieser Sportart. Nicht nur Pessimisten prophezeiten uns eine kurze Lebensdauer. Aus diesem Grund sind wir natürlich stolz, noch heute erfolgreich zu sein.

Gegründet wurde die Sparte am 9. Mai 1969 durch Hans-Jürgen Oppermann und Udo Hecht. Seit diesem Zeitpunkt war Udo Hecht ununterbrochen 41 Jahre als Trainer und Spartenleiter aktiv. Im Juni 2010 legte er sein Amt als Spartenleiter in jüngere Hände. Lutz Schneider wurde sein gewählter Nachfolger und Nils Hecht sein Stellvertreter. Im Oktober 2011 trennten sich die Judoka vom Hauptverein und gründeten auf Wunsch zahlreicher Eltern und mit deren Unterstützung einen eigenen Verein; die Judo-Wölfe am Ith e.V. entstanden. Zum Vorsitzenden wurde Nils Hecht gewählt. Stellvertreterinnen wurde Marion Mietke und Mechthild Grupe.  


Die erste Trainingsstätte fanden die Judoka im Saal der Gaststätte Bogshorn in Salzhemmendorf, der am Wochenende als Kino-Saal genutzt wurde. So musste vor dem Training die Bestuhlung zur Seite gestapelt und der Saal ausgefegt werden. Auf alten Turnmatten konnte dann das eigentliche Judo-Training beginnen. Anschließend mussten die Stühle wieder in Reihen für die nächste Kinovorstellung aufgestellt werden. Gelegentlich wurde auf einer richtigen Judomatte trainiert, die Hans-Jürgen jedes Mal von Hannover nach Salzhemmendorf und zurück transportierte. Erst gegen Ende des Gründungsjahres konnte sich die Sparte eine eigene 6 x 6 m Judomatte anschaffen. Weitere Trainingsstationen waren im Laufe der Jahre der Saal im Ratskeller Salzhemmendorf, die Aula der Grundschule Salzhemmendorf, die Sporthalle Oldendorf, sowie die Sporthalle der Schule am Kanstein. Seit 2011 ist die Sporthalle der Grundschule Salzhemmendorf wieder unsere Trainingsstätte. Heute stehen uns 150 qm Mattenfläche und zwei Trainingstage zur Verfügung.


Die ersten Kampferfahrungen wurden bei Freundschaftskämpfen gesammelt. Aber bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens starteten unsere Judoka bei offiziellen Meisterschaften und belegten gleich vordere Plätze. In den folgenden Jahren konnten zahlreiche Titel und Platzierungen auf Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften errungen werden. Die höchsten Platzierungen erreichten Reinhard Loose und Markus Hofmann, die von den Norddeutschen Jugendmeisterschaften mit jeweils einem 3. Platz zurückkehrten, und Jörg Diekmann, der bei der Internationalen-Deutschen-Jugendmeisterschaft einen 5. Platz belegte. Die höchsten Meistertitel konnten Jörg Diekmann Landes-Schülermeister 1975, Reinhard Loose Landes-Jugendmeister 1979, Gerald Lönnecke Landes-Jugendmeister 1995 und Udo Hecht Landes-Katameister 1984, erringen. Viele unserer Judoka wurden auf Grund ihrer guten Leistungen in die Bezirks- und auch Landesauswahl berufen.

Besondere Höhepunkte im Trainingsbetrieb waren die Besuche prominenter Judo-Sportler. Unserer Einladung nach Salzhemmendorf folgten Klaus Glahn (Vize-Olympiasieger), Frank Wienecke (Olympiasieger), Frauke Eickhoff (Weltmeisterin), Dr. Anja von Rekowski (Vize-Weltmeisterin) und Ole Bischof (Olympiasieger). Sie zeigten ihr großartiges Können und vermittelten spezielle Techniken im Rahmen eines Lehrgangs. Alle Judoka waren begeistert und stolz auf die Autogramme.

Ein guter Leistungsstand entwickelte sich auch bei den Gürtelprüfungen, welche eine Überprüfung der technischen Fähigkeiten im Werdegang eines Judokas darstellen. Die Gürtelfarben weiß, weiß-gelb, gelb, gelb-orange, orange, orange-grün, grün, blau, braun und schwarz, dokumentieren dabei den jeweiligen Kenntnisstand. Durch Teilnahme an Prüfungen kann max. der 5. Dan (Meistergrad) erreicht werden. Die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Prüfungen betragen, je nach Alter des Prüflings und Höhe des angestrebten Gürtels, sechs Monate bis fünf Jahre. Die Judoka konnten in den fast 50 Jahren an die 3000 Gürtel erwerben. Einer der jüngsten Gelbgurte Norddeutschlands war Nils Hecht, er erwarb den gelben Gürtel mit vier Jahren, den orangen mit fünf und den grünen mit acht Jahren. Unser ältester Prüfungsteilnehmer war Harry Liedtke, er absolvierte seine Prüfung zum Grüngurt mit 59 Jahren. Unser höchster Gürtelträger ist mit dem 5. Dangrad Udo Hecht.

Erstmalig wurde im Jahr 2003 ein Anfängerkurs für Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren angeboten. Die Nachfrage war sehr groß und es musste die Teilnehmerzahl begrenzt werden. Das Trainingsprogramm wurde speziell auf diese Altersgruppe abgestimmt, d.h. Schwerpunkte der Ausbildung waren die spielerische Schulung der motorischen und koordinativen Fähigkeiten und Hinführung zu partnerschaftlichem Verhalten. Natürlich kamen auch die Judotechniken nicht zu kurz und wurden altersgemäß unterrichtet. Zwischenzeitlich sind Kurse für vier und fünf Jahre, sowie für sechs und sieben Jahre zur festen Einrichtung in unserem Verein geworden. Der Deutsche Judobund hat für diese Altersgruppe im Jahr 2005 ein gesondertes Trainingsprogramm entwickelt, das in unseren Stundenablauf integriert ist.

Heute trainieren in sechs Gruppen weibliche und männliche Judokas im Alter von sechs Jahre bis ins Rentenalter. Betreut werden sie von vier lizenzierten Übungsleitern.

Die vom Deutschen Judo-Bund eingeführten Breitensport-Angebote werden seit Jahren von unseren Sportlern regelmäßig wahrgenommen. Das Judo-Sportabzeichen für Jugendliche und Erwachsene ist Fitness-Programm und Fitness-Check in einem. Es sind Leistungen in den Bereichen Judo-Fitness, Kraftausdauer, Beweglichkeit/Gewandtheit und Judo-Kreativität zu erbringen. Das Judo-Sportabzeichen ist das offizielle Leistungsabzeichen des DJB. Die Schüler absolvieren die Judo-Safari. Ein Wettbewerb der besonderen Art, bei der nicht Judo im Vordergrund steht, sondern viel mehr die allgemeine Beweglichkeit und Kreativität. Hier hat Jonas Hecht einen herausragenden Rekord aufgestellt. Er hat fünf Mal hintereinander die höchste Auszeichung, den "Schwarzen Panther" errungen.  

Nicht nur auf der Judomatte finden sich unsere Sportler zusammen. Bei vielfältigen Veranstaltungen wie Schlittschuhlaufen, Boßeln, Bowling, Karneval, Zeltlager, Fahrrad- und Kanutouren sind wir aktiv.

Unsere Mitgliederentwicklung stellte sich über die Jahre stets positiv dar. 1969 starteten wir mit 12 Sportlern. Heute verzeichnen wir ca. 100 Judoka.

In 2012 erhielt der Verein durch den Deutschen Judo-Bund und dem Niedersächsischen Judo-Verband das Vereins-Zertifikat.
Das Zertifikat ist jeweils für 4 Jahre gültig und beurkundet, dass der Verein sich durch professionelles Training, offiziell anerkannte Prüfungen und vielfältige Aktionen auszeichnet.

Die fünf Kernvoraussetzungen hierfür sind:

  • Lizenzierte Judo-Trainer

  • International anerkannte Judo-Meister (DAN Grade)

  • Offizielle Judo-Gürtelprüfungen (KYU Grade)

  • Breitensportaktionen

  • Wettkampftraining.

In 2016 wurden die Judo-Wölfe bereits mit dem neuen Zertifikat ausgezeichnet.  


 
 
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